Die Freiwillige Feuerwehr Dürnstein fand ihren Ursprung durch die Gründung der einzelnen von einander unabhängigen Freiwilligen Feuerwehren Dürnstein, Oberloiben und Unterloiben.

Gründung der Feuerwehren

Dürnstein am 18. Juli 1872
Oberloiben am 20. Juni1874
Unterloiben am 6. Juni 1873

In den Anfängen der Feuerwehr war die Ausrüstung und Bekleidung sehr beschränkt und meist in einem Schuppen untergebracht. Man arbeitete zum Beispiel mit Pferden oder Handwagen auf denen Schläuche und Pumpen untergebracht wurden, die durch reine Muskelkraft betrieben worden sind.

 

hydrophor

 

Hydrophor der FF Dürnstein von 1874,
heute Ausstellungsstück in der Landesfeuerwehrschule in Tulln

 

Aber durch das große Interesse einiger damaligen Kameraden, wie zum Beispiel Karl Schmidl, der in seiner Firma Strahlrohe, Schlauchkupplungen und Pumpen erzeugte, wurden die Feuerwehren der Region bald technisch aufgerüstet.

 

karl schmidl strahlrohre

 

Die durchschnittliche Ausrücke- und Angriffszeiten der Feuerwehren waren, so wie heute, von der Tageszeit, Witterung und Entfernung des Einsatzortes abhängig. Man musste entscheiden, ob die Ausrüstung per Hand oder durch ein Pferdegespann gezogen wurde.

Viele dieser Faktoren haben sich bis heute nicht geändert, die Zeit der Pferdewagen ist aber vorbei. Sie wurden durch unsere Fahrzeuge mit hochmoderner Ausrüstung ersetzt,  ermöglichen ein wirkungsvolleres Eingreifen und verkürzen die Ausrücke- und Angriffszeiten enorm.

 

Durchschnittliche Zeit vom Alarm bis zu ersten Angriff im Jahre 1920:

Der Weg des Meldenden zur nächsten Meldestelle wie z.B. Ortsvorstand, Feuerwehrkommando, Hornisten -   2 Minuten
Übermittlung der Meldung zum Hornisten, zum Mesner    -   1 Minute  
Alarm durch Glocken und Hornsignale, Uniform anziehen, zum Spritzenhaus laufen, Gerät bereitstellen    -   8 Minuten
Fahrzeit oder Anmarsch    -   3 Minuten
Erster Angriff    -   2 Minuten 
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gesamt    -   16 Minuten 

 

Benötigte man ein Pferdegespann, so verlängerte sich dies auf ein Vielfaches. In den 1930er Jahren wurden die ersten Motorspritzen angekauft und kurze Zeit später folgten die ersten Fahrzeuge. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges schrumpfte der Mitgliederstand auf das Minimum zusammen und oft war es notwendig, dass die Feuerwehren aus alten Männern, Frauen und sogar durch die Jugend aufrechterhalten werden mussten.

 

jugendfeuerwehr 1912      spritzenweihe ol 1934
Dürnsteiner Jugendfeuerwehr 1912    Spritzenweihe in Oberloiben 1934

                              

Nach dem Krieg begannen die Feuerwehren Dürnstein, Ober-  und Unterloiben teilweise mit überlassenem Armeematerial den Feuerwehrdienst wieder zu aktivieren.

Am 27. Jänner 1971 entschlossen sich die Stadtgemeinde Dürnstein und die drei Feuerwehren aus Gründen der Effizienz zur Zusammenlegung zur Freiwilligen Feuerwehr Dürnstein. Es wurden drei abgesetzte Züge mit jeweils drei Feuerwache-Kommandanten gebildet. Die Gesamtleitung obliegt seither einem Feuerwehrkommando, bestehend aus dem Feuerwehrkommanten, dem Feuerwehrkommandantenstellvertreter und dem Leiter des Verwaltungsdienstes.

Daten nach der Zusammenlegung von 1971

1972 Ankauf eines TLF 1000 für die Feuerwache Dürnstein, Stationierung des bisherigen Fahrzeuges in Oberloiben
1973 die Feuerwehr Dürnstein feiert 100 Jahre
1976 wird Johann Schmidl an Stelle seines Vorgängers Karl Pfaffinger Kommandantstellvertreter
1978 Kommandant Leopold Gattinger wird Kommandant des Abschnittes Krems-Land, seine Arbeit als Kommandant der FF Dürnstein setzt darauf Johann Edlinger fort
1979 Ankauf eines TLF 2000 für die Feuerwache Unterloiben
1983 110 Jahre FF Dürnstein
1987 Neubau der Feuerwache Oberloiben
1990 Ankauf des LFB  für die Feuerwache Oberloiben (noch im Einsatz)
1991 Michael Schweighofer wird zum Kommandantstellvertreter gewählt
1993 120 Jahre FF Dürnstein
1998 Ankauf eines Kommandofahrzeuges
1999 Wahl von Michael Schweighofer zum Kommandant, Stellvertreter Ernst Riesenhuber; Austausch des alten TLF 1000 durch ein neues KLF-W in Dürnstein
2004 Ankauf eines neuen TLF 3000 für die Feuerwache Unterloiben und Gründung der Feuerwehrjungend
2006 wird Markus Bauer Kommandant, Ernst Riesenhuber Kommandantstellvertreter, Leiter des Verwaltungsdienstes Markus Glatzenberger
2009 Baubeginn des gemeinsamen Feuerwehrhauses in Oberloiben
2011 wird Otmar Fink zum Kommandantstellvertreter gewählt; Ankauf eines Staplers und Stationierung eines Feuerwehrrettungsbootes
2011 Am 13. Juni 2011 findet die Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses in Oberloiben durch Landeshauptmann Erwin Pröll

 

feuerwehrhaus aktuell

Feuerwehrhaus in Oberloiben

 

2015 Im Mai 2015 wurde das HLF (Hilfleistungsfahrzeug) in Betrieb gestellt.
2016 Bei der Wahl des Feuerwehrkommandos im Zuge der Mitgliederversammlung im Jänner 2016 wird Markus Bauer als Kommandant bestätigt, Michael Pfaffinger als Kommandant Stellvertreter gewählt und Gernot Riesenhuber als Verwalter bestimmt.